Welche Pferderassen eigenen sich als Rennpferde?

Was zeichnet ein erfolgreiches Rennpferd aus? Die Antwort scheint auf der Hand zu liegen, Schnelligkeit. Doch was ermöglicht einem Pferd, Geschwindigkeiten von bis zu 70km/h zu erreichen? Natürlich ist hier das Exterieur des Tieres von Bedeutung. Zu viel Masse geht auf Kosten des Tempos. Kein Wunder also, dass in unseren Breitengraden fast ausschließlich das hochbeinige, schlanke Vollblut auf der Rennbahn läuft. Begeben wir uns auf den afrikanischen Kontinent, so finden wir das hier beheimatete arabische Vollblut. Es ist kleiner und zäher als das englische Vollblut, in dessen Adern aber auch arabisches Blut fließt, denn die Urväter des europäischen Langbeiners wurden einst aus Arabien importiert. In Südfrankreich werden Rennen mit Angloarabern ausgerichtet in Turkmenistan mit Achal-Tekkinern. Begeben wir uns nach Amerika, so finden wir das Quarterhorse, das seinen Namen dem Ruf verdankt, das schnellste Pferd auf einer Viertelmeile zu sein. Doch nicht nur eine schlanke und zähe Statur sind Erfolgsvoraussetzungen für ein Rennpferd, auch das Interieur, also der Charakter des Pferdes, ist von ausschlaggebender Bedeutung für den Ausgang eines Rennens. Leistungsbereitschaft und Kampfgeist sind bei den genannten Rassen besonders stark ausgeprägt. Nicht umsonst ehren die Reiter ihren Sportpartner mit folgendem Satz: Die macht zu fliegen ohne Schwingen haben ganz alleine die Pferde.